© DAV LU - Sonja Stahl

(Gipfel-)Touren

in den Stubaier Alpen - BW03

17.09.2026

26.07.2026 bis 01.08.2026 – Treffpunkt 26.07.2026 12:00 Uhr Sedugg 1.450 m bei Neustift im Stubaital - Nach heißen Tagen in der Rheinebene hoffen wir auf Abkühlung in den Bergen.

Unterwegs sind Sigrid, Eckhard, Hilmar, Ute, Gita, Susanne, Thomas, Michael, Kerstin, Jutta, Sonja und bilden mit der Übungsleitung Miriam und Kathleen eine entspannte Gruppe. Die Wetteraussichten für die kommenden Tage „Kaiserwetter“. Erstes Ziel die Franz-Senn-Hütte auf 2.147 m, welche zum österreichischen Alpenverein gehört und 1885 erbaut wurde. Benannt nach ihrem Mitbegründer Franz Senn damaliger Pfarrer zu Neustift. 1907 wurde der Zuweg über die Oberrissalm angelegt und die Hütte mit Saumtieren beliefert. Während des 2. Weltkriegs entstand die Materialseilbahn die bis heute Bestand hat. Wir erreichen die Hütte über das Oberbergtal entlang am Oberbergbach. Wer wollte, konnte auf der Oberrissalm 1.710 m seinen Rucksack erleichtern und die o.g. Materialseilbahn nutzen. Vom Frühstück über Vesperbrote bis zum Abendessen rundum sorglos versorgt.

Am 27.07.2026 führte unser Weg auf den Schafsgrübler 2.922 m. Hinter dem Haus folgen wir zunächst dem Höhenweg 132. Später verlassen wir diesen und über einen steilen Grashang geht es hinauf in die Viller Grube. Noch eine kleine Schutthalde und das Horntaler Joch auf 2.819 m ist erreicht. Den Gipfel vor der Nase, führt ein Steig zu diesem über den ausgesetzten Nordostgrat, Trittsicherheit ist vorausgesetzt. Am Gipfel ein grünes Plateau auf dem sich auch gerne Schafe aufhalten. Die erste Aussicht auf eine grandiose Bergwelt offenbarte sich uns.

Am 28.07.2026 verfolgten wir den Weg auf den Aperen Turm 2.966 m. Dafür durchquerten wir in mehreren Aufschwüngen das Alpeintal Richtung Westen, dem Alpeiner Wasserfall entgegen. Dieser wird durch den Alpein Ferner gespeist und stürzt hinab bis er über den Oberbergbach ins Tal abfließt. Nepalesische Freunde errichteten auf der Hochebene einen Rastplatz mit Gebetsfahnen, der zur kurzen Rast einlud. Mit neu gewonnener Kraft gelangten wir auf 2.880 m über einen ausgedehnten Moränenaufschwung und zahlreich aufgetürmtes Blockwerk zu einem Gletschersee.

Der Schlussanstieg folgte über ein ausgetretenes Schuttkar. Der Aperer Turm bietet eine Rundumsicht auf die Gletscher der Umgebung (Berglasferner, Alpeiner Ferner und den kleinen Turmferner). Nach Osten hin fällt der Blick über das Alpeintal zurück auf die Franz Senn Hütte.

Auf die Vordere Sommerwand 2.676 m ging es am 29.07.2026. Direkt von der Hütte schauen wir auf den Nordgrat der auf die Vordere Sommerwand führt. Wir steigen an diesem Grat links vorbei und wandern entlang dem Stiergschwetzbach Richtung Sommerwandferner. Dem Steig folgen wir bis auf 2.580 m. Von da an führen uns steile, teilweise felsdurchsetzte Kehren hinauf bis zur Sommerwand. Am Ziel wurde bald ein Platz für eine längere Pause ausgespäht. Über wegloses Gelände erreichten wir den Sommerwandsee auf 2.510 m. Der See ist eingerahmt von der Uelasgratspitze 3.038m, der östlichen Knotenspitze 3.101 m, der Fallbesoner Knotenspitz 3.118 m und der Alpeiner Knotenspitze 3.233 m.

Am 30.07.2026 besuchten wir die Baslerin auf 2.862 m. Wir folgen dem Weg 133 (Stubaier Höhenweg) immer Richtung Regensburger Hütte. Zunächst verläuft dieser nach Osten unter dem Gschwezgrat vorbei. Diesen umrunden wir im großen Bogen und gelangen so ins Kuhgeschwez. Ab hier endet der moderate Weg und führt uns in steilen Kehren hinauf zur Platzengrube. Weiter aufwärts kommen wir wieder ins Blockgelände, was uns später immer Richtung Süden auf das Schrimmennieder 2.745 m leitet. Wir verlassen an dieser Stelle den Höhenweg und wenden uns nach links um unser Ziel die Baslerin zu erreichen. 20 Minuten später standen wir am Gipfelkreuz und genossen die grandiose Aussicht. Vor allem das Zuckerhütl stach hervor.

Mit dem Aufstieg zur Rinnenspitze auf 3.003 m krönten wir am 31.07.2026 die Woche. Sie gehört zu den Seven Summits des Stubaitals, ein wahrer Klassiker. Ihre aufragende Pyramide

ist von der Hütte sichtbar und ein wahrlich schöner Anblick. Zunächst geht es in nördlicher Richtung auf dem Höhenweg 132. Nach einer leichten Wegversicherung verlassen wir den Weg 132 nach links und laufen moderat ansteigend nach Westen ins Alpeintal hinein. Mit mäßigem Höhengewinn geht es bergan. Ein schöner Rastplatz mit Tisch und Bank verlangsamt unseren Schritt. Unmittelbar dahinter befindet sich ein kleiner See mit kaum Wasser,

diesen queren wir über diverse Blöcke. Bis ins Rinnennieder wechseln sich Block und Wegspuren ab. Die letzten 300 hm prägt steiles Blockgelände, welches am Ende zu einer Wand mit einem gut versicherten Steig führt. Der Nordgrat ist bald erreicht, welcher links genommen wird und steil zum Gipfel führt. Hoch ragt das Gipfelkreuz auf und der Blick wird frei auf Lüsenser und Alpeiner Ferner sowie dem blaugrünen Rinnensee. Fernsicht erste Sahne.

Am Samstag 01.08.2026 hieß es Abschiednehmen. Wir steigen zu unseren Autos nach Sedugg ab und fahren neuen Abenteuern entgegen. Am Ende richtet sich unser Dank an Miriam und Kathleen, die mit kühlem Kopf und hervorragender Planung die Tour erfolgreich umsetzten.

Text: Sonja Stahl