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Sportklettersteige Lienzer Dolomiten

Klettersteige, Wasserfälle und jede Menge Adrenalin (+Dopamin)  - KS02

05.07.2026

Die Voraussetzungen für unsere Sportklettersteigtour in den Lienzer Dolomiten hätten kaum besser sein können: Michael und Gunnar, unsere bestens vorbereiteten und eingespielten Tourenführer, hatten mit dem Hotel Andreas eine komfortable Unterkunft ausgewählt. Großzügige Zimmer, hervorragendes Essen sowie Sauna und Schwimmbad sorgten nach den Touren für beste Erholung. Dazu kam Bilderbuchwetter – vier Tage lang trocken, sonnig und damit perfekt für unsere Unternehmungen.

Zum Einstieg führte uns der erste Klettersteig in die Pirknerklamm im Drautal. Die abwechslungsreiche Route begeisterte mit einem Wasserfall,

zwei Seilbrücken und einer imposanten Staumauer. Am Nachmittag wartete bereits der Klettersteigpark Oberdrauburg mit seinen drei unterschiedlich schweren Varianten. Für besonders viel Spaß sorgte das Kletternetz, auf dem man sich für einen Moment tatsächlich wie Spiderman fühlen konnte.

Am Montag stand mit dem Oberst-Gressel-Gedenkweg ein anspruchsvoller Klettersteig auf dem Programm. Vom Plöckenpass ging es im Schwierigkeitsgrad C/D hinauf zur Cellonschulter. Der Steig verlangte bereits deutlich mehr Kraft und Konzentration und belohnte uns mit eindrucksvollen Ausblicken auf die umliegende Bergwelt. Für die besonders Schnellen gab es anschließend noch eine Zugabe: den Cellonstollen-Klettersteig mit seiner rund 250 Meter langen Tunnelpassage aus dem Ersten Weltkrieg.

Ein besonderes Highlight erwartete uns am Dienstag in der Galitzenklamm. Zunächst meisterte die gesamte Gruppe gemeinsam den wunderschön angelegten Galitzenklamm-Klettersteig.

Wasserfälle, ausgesetzte Passagen und eindrucksvolle Tiefblicke machten den Steig zu einem echten Erlebnis. Anschließend konnten die Teilnehmer je nach Lust und Können zwischen verschiedenen Klettersteigen wählen. Die besonders Wagemutigen trauten sich an den Adrenalin-Klettersteig der Schwierigkeit D/E, der Name war hier tatsächlich Programm. Trotzdem erwies sich die Teilgruppe als so stark, dass sie die Tour bereits in etwa der Hälfte der vorgesehenen Zeit bewältigte.

Die anderen entschieden sich für den Klettersteig Endorphin, dessen markanteste Stelle eine rund sechs Meter lange Leiter bildet, die sich mit etwas Mut jedoch gut meistern ließ. Zum Abschluss stand noch der Familienklettersteig auf dem Programm. Seine Besonderheit: Er wird als Rundkurs begangen, sodass auch im Schwierigkeitsgrad B/C wieder abgeklettert werden musste. Für einige fühlte sich das sogar anspruchsvoller an als der eigentliche Aufstieg.

Am letzten Tourentag führte uns der Millnatzenklamm-Klettersteig entlang des Millnatzenbaches vorbei an vier Wasserfällen. Gleich mehrfach wurde der Bach überquert, darunter zweimal über spektakuläre Seilbrücken. Auch hier bestand die Möglichkeit, zwischen einer leichteren Route und der Steinbeißer-Variante (C/D) zu wählen. Den Abschluss der Tour bildete ein kurzer Klettersteig direkt am Heilkraft-Wasserfall, nasse Füße inklusive. Michael und Eckhard hatten daran offenbar besonderen Gefallen gefunden und beschlossen kurzerhand, den Klettersteig auch wieder abzuklettern, was bei diesem auch erlaubt war.

Die Tour bot den elf Teilnehmern alles, was das Klettersteigherz begehrt: abwechslungsreiche Routen, spektakuläre Wasserfälle, sportliche Herausforderungen und beeindruckende Ausblicke auf die Lienzer Dolomiten. Durch die unterschiedlichen Klettersteige und Varianten konnte jeder genau die Herausforderung finden, die zu ihm passte, sodass alle auf ihre Kosten kamen. Vor allem aber zeichnete sich die Tour durch eine großartige Stimmung innerhalb der Gruppe aus. Gegenseitige Unterstützung war selbstverständlich, ebenso wie die geselligen Abende mit Radler oder Aperol Spritz. Ein herzliches Dankeschön geht an unsere beiden Tourenführer Michael und Gunnar, die die Tour wie gewohnt hervorragend geplant und durchgeführt haben. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste gemeinsame Klettersteigtour! 

Text: Ute Schäffer-Külz